Daihatsu Terios daiLPG: Freundlich im Gelände
von: Alternative Motion / jh
Der Terios ist ein kompaktes und außergewöhnlich geländegängiges SUV – und das nicht erst seit gestern. Mit einer Autogas-Umrüstung ab Werk ist der kleine Daihatsu jetzt aber noch viel mehr: Günstig im Unterhalt und freundlich zur Umwelt.
Klassisch kompakt
Auf den ersten Blick wirkt der Terios daiLPG unscheinbar. Allein an dem geklebten Schriftzug am Heck kann man das Autogas-Modell des SUV erkennen. Der Rest bleibt unverändert: Die Scheinwerfer sind weit in die Kotflügel gezogen, der Lufteinlass ist zweigeteilt, die Radhaus-Blenden farblich abgesetzt. Der Daihatsu wirkt kompakt und wendig – gleichzeitig macht er aus seinen Geländeambitionen mit der klassischen Hecktür samt vollwertigem Ersatzrad keinen Hehl.
Außen klein, innen groß So klein der Terios von außen wirkt, so groß präsentiert er sich von innen. Aus minimalen Abmessungen maximale Größe zu generieren – damit kennt sich Daihatsu dank vieler Kleinwagenmodelle bestens aus. Vier Erwachsene finden im Kompakt-SUV auch auf längeren Strecken genügend Platz. Das Gepäckraumvolumen wird vom aufrecht stehenden Autogastank aber etwas eingeschränkt: Aus den eigentlich 380 Litern werden im daiLPG 320.
Das Armaturenbrett ist funktional und schnörkellos gehalten. Alle Schalter sind intuitiv bedienbar und selbsterklärend angeordnet. Unter der Klimaautomatik befindet sich die Anzeige für das Autogas. Fünf Leuchtdioden weisen auf den Füllstand des 46 Liter fassenden LPG-Tanks hin. Der Benzintank ist im übrigen auch im Autogas-Terios vollständig erhalten und fasst maximal 50 Liter.
Laut, aber nicht stark Ebenso unverändert präsentiert sich das Fahrverhalten des Autogas-Allradlers. Der 105 PS starke 1,5-Liter-Benzinmotor beschleunigt den Terios in 12,6 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde. Spritzig zeigt sich der Vierzylinder aber nur bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h. Danach wird es zäh: Der kleine Motor hat mit dem Leergewicht von gut 1,2 Tonnen seine Mühe und braucht hohe Drehzahlen, um die volle Leistung abzurufen.
Das wiederum führt zu einem hohen Geräuschniveau im Innenraum. Angestrengt dröhnt das Aggregat vor allen Dingen auf der Autobahn: Mit dem Fünfgang-Schaltgetriebe ist die Drehzahl schnell über 4000 Umdrehungen pro Minute. Ein sechster Gang ist hier äußerst wünschenswert – immerhin leidet auch der Verbrauch unter dem hoch drehenden Motor.
Verbrauch ganz ehrlich Trotzdem genehmigt sich der Terios daiLPG in unserem Test nur 10,27 Liter Autogas. Damit verpasst er knapp die Werksangabe und kann mit Kraftstoffkosten von nur 6,47 Euro pro 100 Kilometer voll überzeugen. Zumal auch der CO2-Ausstoß deutlich sinkt. 153 Gramm des Treibhausgases stößt der Terios daiLPG pro Kilometer aus, das sind immerhin 16 Gramm weniger als mit Benzin.
Gelände-Könner Für ein SUV seiner Größe ist das vor allem unter dem Gesichtspunkt der Geländefähigkeit ein respektabler Wert. Mit einer starren Hinterachse, dem permanenten Allradantrieb und einer Bodenfreiheit von 200 Millimetern kommt der Terios im Gelände deutlich weiter als die Konkurrenz. Seine diagonale Achsverschränkung von 180 Millimetern macht jeden Offroad-Blender neidisch. Allein auf eine Reduktion muss der kompakte Daihatsu leider verzichten.
Fazit Der Terios daiLPG ist ein ehrliches SUV für wenig Geld: Mit Allradantrieb kostet der kleine Geländegänger mindestens 24.240 Euro. Wer auf den Spaß abseits befestigter Straßen verzichten kann, der zahlt gar nur 19.240 Euro für den Fronttriebler. So oder so kann sich der Autogasverbrauch sehen lassen – mit 10,27 Litern verbrennt der Terios nur wenig mehr als von Daihatsu angegeben.
Bewertung Plus:
- außergewöhnlich geländegängig
- niedriger Autogasverbrauch
- geringe Anschaffungskosten
- großzügige Platzverhältnisse
Minus:
- schwache Motorleistung
- hohes Geräuschniveau