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Piaggio MP3 Hybrid: Dreirädrige Zukunft?

von: Alternative Motion / gg

AM - Mit Liebe zum Detail und technischen Aufwand auf hohem Niveau ist es dem italienischen Hersteller gelungen einen Cityroller mit einem grünen Gewissen auf die Beine bzw. Räder zu stellen. Die Hybridtechnik hat sich schon längst in der automobilen Welt etabliert und bewiesen. Somit stellte sich als erstes für die Entwicklungsingenieure von Piaggio die Frage ob denn diese komplexe und fortschrittliche Technik nicht auch für City-Roller umsetzbar wäre. Bereits 2006 beginnt Piaggios Erfolgsgeschichte mit dem dreirädrigen MP3-Modell. Gut drei Jahre später stellt Piaggio den ersten Hybridroller der Welt auf den Markt. Piaggio ist es gelungen in einer sehr kompakten und hochmodernen Bauweise die Vorteile eines schadstoffarmen Verbrennungsmotors mit denen des emissionsfreien Elektroantriebes zu verbinden.



AM - Auf den ersten Blick ist der MP3 Hybrid schon eine imposante Erscheinung. Sein langer Radstand verspricht jedoch Komfort und durchaus Langstreckentauglichkeit. Auf den ersten Blick ist der MP3 Hybrid schon eine imposante Erscheinung. Sein langer Radstand verspricht jedoch Komfort und durchaus Langstreckentauglichkeit. Der Roller verfügt über zwei Antriebsquellen. Der MP3 Hybrid als Parallelhybrid ist mit einer Lithium-Ionen-Batterie und einem Plug-In Ladesystems ausgestattet. Dabei ist der Ladestecker praktisch und leicht zugänglich unter der sehr bequemen Sitzbank untergebracht. Bei einem Parallelhybrid sind beide Antriebssysteme mechanisch wie auch elektronisch gekoppelt. Beide Antriebe übertragen die Kraft simultan auf das Hinterrad und erzeugen dabei ideale Synergieeffekte. Über die intelligente „Ride by Wire“ Steuereung (elektronische Gasbetätigung ohne Gaszüge) wird von der Bordelektronik festgelegt, wie viel Kraft vom Elektro- und wie viel Kraft vom Verbrennungsmotor übertragen wird. In Fahrzuständen, wie etwa dem Anfahren und Beschleunigen, leistet der Elektromotor dem Verbrennungsmotor tatkräftige Unterstützung und hilft so Kraftstoff zu sparen. Piaggio verspricht mit nur einem Liter Kraftstoff ganze 60 km Reichweite zu erzielen. Im reinen Elektrobetrieb kann eine Reichweite von etwa 20 km erreicht werden, wobei die Akkus innerhalb von 3 Stunden wieder komplett aufgeladen werden können.



AM - In Fahrzuständen, wie etwa dem Anfahren und Beschleunigen, leistet der Elektromotor dem Verbrennungsmotor tatkräftige Unterstützung und hilft so Kraftstoff zu sparen. Piaggio verspricht mit nur einem Liter Kraftstoff ganze 60 km Reichweite zu erzielen. AM - Der MP3 Hybrid hat 125 ccm Hubraum und ist mit einer Systemleistung von knapp 15 PS durchaus nicht untermotorisiert.

AM - Der Ladestecker ist praktisch und leicht zugänglich unter der sehr bequemen Sitzbank untergebracht. Fahrgefühl und Leistung Der MP3 Hybrid hat 125 ccm Hubraum und ist mit einer Systemleistung von knapp 15 PS durchaus nicht untermotorisiert. Auch die aufwendig konstruierte Vorderachse mit den zwei Rädern ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aber sehr feinfühlig und agil. Kleine Unebenheiten schluckt das Fahrwerk problemlos. Auf kurvigen Landstraßen und in engen Einfahrten in der City beweist die Vorderachse, dass sie der herkömmlichen Bauweise in nichts nach steht. Der MP3 Hybrid unterscheidet sich von seinen Modellkollegen unter anderem auch darin, dass eine Hy-Tech Taste am rechten Bedienelement den MP3-Fahrer zwischen vier Betriebsmodi wählen lässt. Zwei hybrid-Modi und zwei Elektromodi (inklusive Rückwärtsgang). Die Funktionsweise des Hybrid-Rollers ist so konzipiert worden, dass der Fahrer auch bequem während der Fahrt die verschiedenen Betriebsmodi anwählen kann. Im Hybrid-Power Modus liefern beide Aggregate eine maximale Antriebsleistung. Im Hybrid-Charge Modus wird die Batterie während der Fahrt geladen. Im Elektro-Modus bleibt der Verbrennungsmotor ausgeschaltet. Aus Sicherheitsgründen ist der E-Modus auf 30 km/h begrenzt worden, doch zeigt der Praxiseinsatz, dass dies für den Stadtverkehr mit ständigem Stop-and-Go-Betrieb völlig ausreichend ist. Vollkommen lautlos bewegt sich der MP3 durch enge Gassen und zieht die Blicke der Passanten auf sich. Der elektrische Rückwärtsgang als letzer Modus überzeugt vor allem beim Einparken und Manövrieren auf engem Terrain. Bei den Betriebsmodi, dem Rückwärtsgang einmal abgesehen, wird mittels Rekuperation im Brems- und Schiebebetrieb der Akku wieder geladen. Somit werden auch inaktive Fahrzustände sehr effizient in Energie umgewandelt.



AM - Über eine Bedientaste im Cockpit lässt sich außerdem ein integriertes Helmfach öffnen, in dem leider nur ein Helm Platz findet, da unter der Sitzbank die Batterien den üblichen Stauraum einnehmen. Funktionales Design Das Design des MP3 polarisiert und fällt auf. Passanten überlegen ganz kurz ob sie schon schielen oder ob sie tatsächlich gerade zwei Vorderräder gesehen haben. Doch man gewöhnt sich schnell an sein Aussehen und tatsächlich kann der MP3 Hybrid mit vielen schicken aber auch funktionalen Designelementen aufwarten. Das übersichtliche Cockpit zum Beispiel beherbergt ein in der Mitte liegendes Display, welches über aktuelle Betriebsmodi, Batterieladezustand usw. informiert. Auch eine Leuchteinheit für den Ladezustand über das an das Hausnetz anschließbare Plug-In-System ist vorhanden. Ein interessantes Detail ist der Warnton, welcher im Elektromodus als Sicherheitsfeature gegenüber Passanten sehr nützlich sein kann. Über eine Bedientaste im Cockpit lässt sich außerdem ein integriertes Helmfach öffnen, in dem leider nur ein Helm Platz findet, da unter der Sitzbank die Batterien den üblichen Stauraum einnehmen. Das Komfort-Windschild schützt sehr effektiv vor zu starkem Fahrtwind. Piaggio bietet außerdem einen beheizbaren Beinschutz für kältere Tage an sowie einen dem Hybrid-Roller angepassten Helm. Ein klappbares 48 l großes Topcase mit Deckel in Fahrzeugfarbe lackiert und eine farblich zur Sitzbank passende Beifahrer-Rückenlehne sind außerdem lieferbar.



AM - Das übersichtliche Cockpit zum Beispiel beherbergt ein in der Mitte liegendes Display, welches über aktuelle Betriebsmodi, Batterieladezustand usw. informiert. AM - Die aufwendig konstruierte Vorderachse mit den zwei Rädern ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig aber sehr feinfühlig und agil. Kleine Unebenheiten schluckt das Fahrwerk problemlos. Auf kurvigen Landstraßen und in engen Einfahrten in der City beweist die Vorderachse, dass sie der herkömmlichen Bauweise in nichts nach steht.

Viel von allem: Platz, Fahrvergnügen und Sicherheit Der MP3 Hybrid bietet mit zwei Vorderrädern ein zweiradtypisches Fahrverhalten bei einem Zugewinn an Haftung und Sicherheit sowie Bremsleistung. Die von Piaggio entwickelte Parallelogramm-Vorderradaufhängung sorgt auch bei kritischen Fahrmanövern und bei einer hohen Seitenneigung für optimale Haftungsverhältnisse. Der Roller lässt sich praktisch ohne Unterschied zum zweirädrigen Design in punkto Fahrdynamik und Fahrstabilität bewegen. Selbst bei Nässe und unebener Fahrbahn vermittelt das Fahrgefühl Sicherheit und Spurtreue. Die Platzverhältnisse sind erhaben. Für Fahrer und Sozius steht genügend Platz sowohl auf der Sitzbank, wie auch für die Beinfreiheit zur Verfügung. Somit ist der MP3 Hybrid durchaus Langstreckentauglich.



AM - Die 9000 Euro für den Einstieg in die Hybridwelt sind sehr gut angelegt und werden den nächsten Stadtbummel garantiert zum Erlebnis machen. Doch sein eigentliches Revier ist die City. Dort kann er seine hervorragende Technik mit allen Betriebsmodi ausspielen. Das zusätzliche Roll Lock-System ermöglicht das stabile Stehen nach dem Bremsen. Wenn an der Ampel zum Beispiel angehalten wird, kann mittels Tastendruck die Vorderachse arretiert werden und die Beine können auf dem Trittbrett bleiben. Bis 10 km/h ist dies möglich also auch beim Einparken vorwärts wie rückwärts. Einen weiteren Sicherheitsbonus bietet die integrierte Handbremse, welche verhindert dass das Fahrzeug im geparkten Zustand auf unebenen Untergrund ins Rollen gerät. So erwies sich der Ausritt auf dem brandneuen MP3 Hybrid als wahres Erlebnis und stellt für mich einen idealen Begleiter des Großstadtdschungels dar. Einzig der hohe Anschaffungspreis von gut 9000 Euro trübt das Bild ein wenig. Doch fortschrittliche Technik hat nun mal ihren Preis. Hat sich einmal die Hybridtechnik auch bei Rollern und Motorrädern einen entsprechenden Namen gemacht, werden die Anschaffungskosten sinken. Für mich persönlich war das Wunderwerk der Technik auf drei Rädern jeden Euro wert.



Fazit Das Fazit für den MP3 Hybrid fällt entsprechend positiv aus, da Piaggio die Vorreiterrolle in Sachen Hybrid übernimmt und den anderen Herstellern einen Schritt vorauseilt. Mit Liebe zum Detail und technischen Aufwand auf hohem Niveau ist es dem italienischen Hersteller gelungen einen Cityroller mit einem grünen Gewissen auf die Beine bzw. Räder zu stellen. Der MP3 kombiniert Fahrspaß mit Hitech in einer dreirädrigen Komposition, von der sich andere Hersteller eine Scheibe abschneiden können. Die 9000 Euro für den Einstieg in die Hybridwelt sind sehr gut angelegt und werden den nächsten Stadtbummel garantiert zum Erlebnis machen.



Positiv:
  • rein elektrische Reichweite
  • niedrige CO2-Emissionen
  • langstreckentauglichkeit
  • hohes Maß an Sicherheit und Komfort
  • gelungenes Design

    Negativ:
  • hoher Anschaffungspreis
  • eingeschränkte Gepäckkapazität




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Roller, Hybrid

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