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Toyota Prius: Spritsparer der 30er Zonen

von: Alternative Motion / jh
Testbrüder - Das ist unser Hybrid des Jahres: der Toyota Prius in der dritten Generation.

Ein unscheinbares Mauerblümchen mit revolutionärer Technik – das war der Prius vor mehr als zehn Jahren. Heute ist er eine Öko-Ikone, ein wichtiger Imageträger für die Marke Toyota. Und ganz nebenbei eine komfortable, geräumige und moderne Mittelklasse-Limousine. Vollhybrid voll alltagstauglich – so sieht unser Ergebnis nach einigen Testtagen mit dem neuen Toyota Prius aus.



Dabei war die Aufmerksamkeit vor allem auf den Kraftstoffverbrauch des Prius gerichtet. Subjektiv überzeugt der Toyota hier ab der ersten Sekunde – nämlich schon dann, wenn man davon noch gar nichts weiß.



Testbrüder - Im Vollhybrid-Fahrzeug von Toyota ist auch rein elektrisches Fahren möglich. Testbrüder - Im Prius ist alles anders und doch vieles gewohnt. Im futuristischen Cockpit findet man sich schnell zurecht.

Wer im neuen Prius der dritten Generation auf dem Fahrersitz Platz nimmt, der braucht den Schlüssel gar nicht erst aus der Tasche zu wühlen. Statt eines Zündschlosses ist im Toyota ein Start-Knopf verbaut, statt analoger Instrumente ein digitales Display.



Hybrid-Technik Das erste Problem gibt es schon vor dem ersten zurückgelegten Meter. Wann kann ich losfahren? Warum springt er nicht an? Fragen, die mir für Bruchteile von Sekunden durch den Kopf schwirren. Der eigentlich kleine und gefühlt doch so große Unterschied zwischen einem Mildhybrid und einem Vollhybrid.



Der Prius kann sich durch die Kraft des E-Motors rein elektrisch bewegen, in einem Mildhybrid-Fahrzeug ein Ding der Unmöglichkeit – hier ist das Elektro-Aggregat nur unterstützend tätig und ohne den Benziner machtlos.



Testbrüder - Hybrid Sinergy Drive – so nennt Toyota die fortschrittliche Technik im Prius. Testbrüder - Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 45 Kilometer pro Stunde kann der Prius bis zu zwei Kilometer rein elektrisch fahren.

Ob der Prius startklar ist, wird allein an der digitalen Anzeige ersichtlich. Im Stand verbrennt der 1,8 Liter große Vierzylinder keinen einzigen Tropfen Sprit. Lässt man ihn dazu sanft anrollen, ist die erste Beschleunigung auf 30 km/h kostenlos.



Einen kleinen Musiktipp für den Toyota Prius habe ich schon vor der ersten Kurve: The Sound of Silence von Simon and Garfunkel. Nichts könnte besser zum Spritsparmeister der 30er Zone passen.



Fahrprogramme Drei Fahrprogramme hält der neue Vollhybrid für den Fahrer bereit. Der EV-Modus ist nur bis zu einer Geschwindigkeit von 45 Kilometer pro Stunde verfügbar, dafür kann der Prius bis zu zwei Kilometer ohne die Unterstützung des Verbrennungsmotors durch die Landschaft gleiten. In unserem Test durchfahren wir so immer wieder ganze Ortschaften, ohne Kraftstoff zu verbrauchen – das ist revolutionäre Technik, die Spaß macht.



Testbrüder - Starker Auftritt für einen offiziellen Öko. Testbrüder - Einen kleineren Automatik-Wählhebel haben wir noch nicht gesehen, die kinderleichte Bedienung ist im Hybrid-Toyota serienmäßig.

Jede Fahrt wird im Toyota Prius zur Herausforderung, die Anzeige des Durchschnittsverbrauchs ist die Messlatte für das Können des Fahrers. Im ECO-Modus sind die Chancen am besten, neue Rekorde aufzustellen. Das Gaspedal spricht hier ganz sanft an, jede Beschleunigung lässt sich effizient ausreizen. Es gilt, möglichst wenig Energie abzurufen, um die rein elektrische Fahrt bis zum Maximum auszudehnen. Ein Wettbewerb – nur durch den POWER-Modus unterbrochen.



Wer es im ausgesprochenen Spritsparer doch einmal krachen lassen möchte, der ist mit diesem Fahrprogramm am besten bedient. Das Gas spricht deutlich schneller an, der Prius spurtet auch aus dem Stand sofort nach vorne. Mit einer Systemleistung von 136 PS geht es in 10,4 Sekunden von Null auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h ist erstaunlich rasch erreicht, bis dahin stört das stufenlose Getriebe mit dem permanent hohen Drehzahlniveau aber die sonst so idyllische Ruhe im Öko-Toyota.



Verbrauch Ist die Reisegeschwindigkeit im Prius dagegen erstmal erreicht, zeigt sich die volle Langstreckentauglichkeit des Toyota. Zwischen 130 und 140 km/h ist das Geräuschniveau im Innenraum der Limousine angenehm leise, die bequemen Sitze sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre, auch im Fond. Die Platzverhältnisse sind sowohl für die Beine als auch für die Köpfe der Mitfahrer mehr als ausreichend und der Fahrkomfort ist dank der komfortablen Federung ungetrübt.



Testbrüder - Die Platzverhältnisse im Toyota Prius können sich auch im Fond sehen lassen. Testbrüder - Nur 3,9 Liter Kraftstoff soll der neue Prius laut Toyota verbrennen, in unserem Test sind es genau 4,8 Liter auf 100 Kilometer.

Nach längeren Autobahnfahrten räumt der Prius dazu auch an der Tankstelle mit einem hartnäckigen Gerücht auf. Hybridfahrzeuge lohnen sich vor allem im Stadtverkehr, sind aber ohne Stau nutzlos? Nicht so im Prius. Bei zügigem Reisetempo von mindestens 130 km/h genehmigt sich der 1,8 Liter Benzinmotor im Durchschnitt 5,4 Liter Sprit auf 100 Kilometer – die hervorragende Aerodynamik macht es möglich. Das können viele sparsame Dieselmotoren, die für gewöhnlich genau auf der Autobahn punkten, auch nicht wirklich besser.



Und geht es erstmal in die Stadt, hinkt die Konkurrenz ohnehin hoffnungslos hinterher. Nur 3,9 Liter Kraftstoff soll der neue Prius laut Toyota verbrennen. In unserem Test bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt stehen am Ende 4,8 Liter auf dem Lastenheft des Hybriden. Ein respektabler Wert für eine komfortable Mittelklasse-Limousine dieser Größe.



Fazit Welcher Eindruck am Ende unseres Tests bleibt, nimmt schon die Überschrift vorweg. Der Toyota Prius überzeugt nicht nur mit seiner außergewöhnlichen Technik, sondern vielmehr mit deren Umsetzung. Der Kraftstoffverbrauch von unter fünf Litern spricht für sich, das Platzangebot und der Reisekomfort ebenso. Wer sich für diese Öko-Ikone entscheidet, der muss sich nicht in Verzicht üben. Die Vollhybrid-Technik arbeitet zuverlässig und sensibilisiert ganz automatisch den Gasfuß des Fahrers.



Testbrüder - Im Prius arbeiten ein 1,8 Liter Benzinmotor und ein 60 kW starker Elektromotor zusammen. Testbrüder - 24.950 Euro werden für den Prius der dritten Generation mindestens fällig. Damit ist das neue Modell nicht nur sparsamer, sondern auch günstiger als sein Vorgänger.

Dazu bietet der Prius zu einem erstaunlich günstigen Preis alles, was ein vollwertiges Mittelklasse-Fahrzeug braucht. Mit 24.950 Euro ist man bei Toyota ein offizieller Öko. Damit ist der Preis für das Hybridvergnügen Prius um 600 Euro günstiger als im Vorgängermodell – bei gleichzeitig umfangreicherer Ausstattung



Positiv:
  • niedriger Verbrauch
  • leise Geräuschkulisse
  • spürbare Vollhybrid-Technik

    Negativ:
  • unübersichtliches Display
  • Kunststofflandschaft im Innenraum


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Toyota, Prius, Vollhybrid, Hybrid, Hybrid Sinergy Drive

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