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CO2-Reduzierung bei Lkw: Technik-Mix soll es richten

von: Global Press / mah
mid Hannover - Noch ist es ein weiter Weg, bis das Klimaschutzziel von 20 Prozent weniger CO2-Ausstoß bei Nutzfahrzeugen Realität wird. Um es zu erreichen, wollen die Hersteller vermehrt zusammenarbeiten.

Auf strikte politische Vorgaben zur CO2-Reduzierung bei Lkw muss sich die Nutzfahrzeugbranche weiterhin weltweit gefasst machen. Eine Senkung des CO2-Ausstoßes um 20 bis 30 Prozent bis zum Jahre 2020 gegenüber dem Stand von 2005 halten Branchenexperten und Hersteller für erreichbar. Das ist auch das Ergebnis einer anlässlich der IAA in Hannover (bis 30. September) von der Unternehmensberatung Roland Berger vorgestellten Befragung von Managern und Branchenkennern weltweit.



Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, wird es nach Ansicht der befragten Top-Manager nicht ausreichen, nur auf eine einzige alternative Antriebsart zu setzen. Vielmehr liege die "einzige Lösung" des Problems "in der Kombination verschiedener Technologien", die je nach Region und Nutzfahrzeugsegment stark variieren könnten und müssten, so das Fazit der Verfasser der Studie. Reine Elektrofahrzeuge würden bis 2020 vor allem bei Stadtbussen eine Rolle spielen. Brennstoffzellen seien dagegen für den Alltagseinsatz noch zu teuer. Mittels der derzeit aufkommenden Hybridtechnik dagegen ließe sich in den kommenden zehn Jahren der Spritverbrauch städtischer Nutzfahrzeuge wie Busse und Transporter um bis zu ein Drittel senken. Dennoch werde Diesel "bis 2020 weiter die wichtigste Kraftstoffart bleiben", sagt Roland Dressler, der die Berger-Studie federführend betreute.



Zusammenarbeit unumgänglich Allein mit diesem "Antriebstechnik-Mix" sei das gesetzte Ziel allerdings nicht zu erreichen. Vielmehr berge besonders im Fernverkehr der Fahrzeugaufbau der Lkw noch immenses Einsparpotenzial. So ließe sich mit aerodynamischen Verbesserungen wie stromlinienförmigen Dachspoilern und Seitenschürzen an Lkw sowie rollwiderstandsärmeren Reifen der CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen um 15 Prozent und mehr senken. Die hierzu nötigen Investitionen könnten sich dadurch in weniger als drei Jahren amortisieren.



Auch sei ein "konzentrierter Technologieschub" in Sachen alternative Antriebe vonnöten. Zu diesem Ziele wollen die Automobilkonstrukteure vermehrt zusammenarbeiten und die Kräfte in Forschung und Entwicklung besser bündeln. Das betonten Vertreter der im Verband "ACEA" zusammengeschlossenen europäischen Nutzfahrzeughersteller in einer gemeinsamen Erklärung: "Wichtig wird sein, dass die Gesetzgeber in den Mitgliedsstaaten unsere Bemühungen durch eine Politik unterstützen, die sich an den realen Gegebenheiten des Transportgewerbes und der Personenbeförderung orientiert. Alle einzuleitenden Maßnahmen müssen weltweit abgestimmt werden. Unsere Industrie arbeitet längst weltweit - genauso ist auch der Klimawandel ein globales Problem", sagte Leif Johansson, Vorsitzender der Nutzfahrzeug-Sektion des ACEA.



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