Mercedes-Benz S 400 HYBRID
Typ PKW
Antrieb Hybridantrieb
| Concept-Car | |
| Motor | V6 Benzinmotor + 1 Elektromotor |
| Zylinder | 6 |
| Hubraum | 3498 ccm |
| Motorleistung | 205 kW/279 PS + 15 kW/20 PS Elektromotor |
| Beschleunigung | (0-100) 0,00 |
| Höchstgeschw. | 250 km/h |
| Tankinhalt | 75 l |
| Kraftstoffverbrauch | 8,1l/100 km |
| CO2-Ausstoß | 186 g/km |
| Preis | 85323,00 € |
| alte KFZ-Steuer | 236,00 € |
| neue KFZ-Steuer | 202,00 € |
Weltweit effizienteste Luxuslimousine mit BenzinmotorAuch die S-Klasse 2009 steht wieder an der Spitze der automobilen Entwicklung. Den Führungsanspruch beweist Mercedes-Benz mit dem neuen S 400 HYBRID, der als weltweit erstes Serienfahrzeug einen Hybridantrieb mit Lithium-Ionen-Batterie erhält. Damit leistet Mercedes-Benz einen Pionierschritt zur Elektrifizierung des Automobils. Die Kombination aus dem weiterentwickelten V6-Benzinmotor mit dem kompakten Hybridmodul macht den S 400 HYBRID zudem zur weltweit effizientesten Luxuslimousine mit Ottomotor. Der kombinierte Benzinver-brauch beträgt im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) 7,9-8,1 Liter pro 100 Kilometer. Das ergibt den in dieser Fahrzeugklasse weltweit niedrigsten CO2-Ausstoß von nur 186-189 Gramm pro Kilometer.
Motor Diese Werte sind verbunden mit einem souveränen Leistungspotenzial: Der
modifizierte 3,5-Liter-Benzinmotor entwickelt 205 kW/279 PS, der Elektromotor 15 kW/20 PS sowie ein Startdrehmoment von 160 Newtonmetern. Die kombinierte Leistung beträgt somit 220 kW/299 PS, das kombinierte maximale Drehmoment 385 Newtonmeter.
Der Mercedes-Benz S 400 HYBRID basiert auf dem S 350 und ist mit einem umfangreich modifizierten Antriebsstrang ausgerüstet. Dazu gehören der weiterentwickelte 3,5-Liter-V6-Benzinmotor, der zusätzliche Permanentmagnet-Elektromotor, die für die Aufnahme des Hybridmoduls veränderte Siebenstufen-Automatik 7G-TRONIC, die Leistungs- und Steuerungselektronik, der Spannungswandler sowie die Lithium-Ionen-Hochvoltbatterie. Das Hybridmodul verfügt auch über eine komfortable ECO-Start-Stopp-Funktion, die den Motor automatisch abschaltet, wenn der Wagen hält – zum Beispiel bei einem Ampelstopp.
Lithium-Ionen-Batterie speichert zurückgewonnene Bewegungsenergie Bei der Verzögerung arbeitet der Elektromotor als Generator und kann durch die sogenannte Rekuperation Bewegungsenergie zurückgewinnen. Der Elektromotor verstärkt dabei in feinfühliger Zusammenarbeit die Motorbremse des Verbrennungstriebwerks und die klassischen Radbremsen in nahtlos ineinander übergehenden Schritten. Die gewonnene Energie wird in einer leistungsfähigen, aber kompakten Lithium-Ionen-Batterie im Motorraum gespeichert und bei Bedarf wieder abgerufen. Das Management des komplexen Systems übernimmt ein Hochleistungs-Steuergerät, das ebenfalls motornah verbaut ist.
Wesentliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Nickel-Metallhydrid-Batterien sind die höhere Energiedichte und der bessere elektrische Wirkungsgrad bei kompakteren Abmessungen und geringerem Eigengewicht. Dank des platzsparenden Einbaus im Motorraum bleiben die großzügigen Innenraummaße und das Kofferraumvolumen unverändert erhalten.
Und so fährt sich der erste Hybrid von Mercedes In der Praxis merkt man von der Hybrid-Technologie erwartungsgemäß nicht allzu viel. Nur zwei Dinge fallen auf: Zum einen schaltet sich der Motor vor einem Halt, etwa an einer roten Ampel, schon unter 15 km/h dank des Start-Stopp-Systems automatisch ab und springt ebenso wieder an, wenn der Fahrer den Fuß vom Bremspedal nimmt. Und zum anderen zeigt sich ein etwas indifferentes Gefühl beim Bremsen. Dies liegt an der Bremsenergierückgewinnung, denn beim Tritt aufs Pedal bremst zunächst nur der Elektromotor allein, erst anschließend tritt die eigentliche Bremsanlage in Aktion. Nur 7,9 Liter soll die schwere S-Klasse mit der Hybridtechnik verbrauchen. Um einen solchen Wert aber auch nur annähernd zu erreichen, muss sich der Fahrer sehr auf das System einlassen, d.h. besonders vorausschauend fahren und das Gaspedal nicht über Gebühr durchdrücken. In der Praxis erfuhren wir einen Wert von rund zehn Litern, was uns angesichts des Gebotenen immer noch respektabel erscheint. Im Vergleich zum Mercedes S 350, also dem gleichen Fahrzeug nur ohne Hybridtechnik, verbraucht der S 400 im EU-Zyklus 2,1 Liter Treibstoff weniger. Wer allerdings ausschließlich auf sparen aus ist, wäre mit dem S 350 CDI sicher besser bedient. Der benötigt nur 7,6 Liter vom preiswerteren Dieselkraftstoff und ist mit rund 73 000 Euro bei allerdings bescheidenerer Ausstattung deutlich günstiger in der Anschaffung. Beim CO2-Ausstoß schlägt der Hybrid den Diesel wegen der geringeren Energiedichte des Benzins jedoch um 13 Gramm.Das macht deutlich: Der Mercedes-Benz S 400 Hybrid ist kein Fahrzeug für Sparfüchse - wie könnte dies bei einem Modell der Luxusklasse mit all seinen Folgekosten auch funktionieren? Das erste deutsche Automobil mit Hybridantrieb könnte vielmehr Menschen überzeugen, die sich selbst als technologische Trendsetter sehen und diesen Status mit einem guten, `grünen` Gefühl zu verbinden trachten.Peter Eck/mid