Autogas (LPG)
Im europaweiten Vergleich liegt Deutschland in der Anwendung von Autogassystemen relativ weit hinten. Jedoch locken auch bei dieser Alternative günstige Kraftstoffkosten von je nach Wohnort 40 – 72 Cent. Auch hier besteht für den Endverbraucher eine langfristige Planungssicherheit durch den bis 2018 festgesetzten Mineralölsteuersatz.
- Chemisch betrachtet ist Autogas ein Kohlenwasserstoff-Flüssiggasgemisch, es besteht überwiegend aus Propan und Butan
- Autogas fällt als Nebenprodukt in Erdöl-Raffinerien sowie bei der Erdgas- und Erdölförderung an
- Ähnlich Benzin, ist der Energiegehalt von Autogas im flüssigen Zustand relativ hoch und deshalb eignet es sich hervorragend als Kraftstoff für Verbrennungsmotoren
Um nicht nur dem eigenen Geldbeutel, sondern auch der Umwelt einen Gefallen zu tun kann mithilfe von Autogas der Schadstoffausstoß (CO2) um etwa 10 – 15% gesenkt werden. Die neuesten Autogassysteme erfüllen auch die strengen Euro 3 und Euro 4 Abgasnormen und bilden somit einen weiteren finanziellen Vorteil für den Nutzer. Die EU erhebt bei der Umrüstung auf Gassysteme strenge Sicherheitsbestimmungen, welche den Betrieb bei fachgerechter Montage nicht gefährlicher machen, als benzingetriebene Fahrzeuge. Um im extremen Schadensfall vor möglichen Explosionen zu schützen wird mittels eines Ablassventils das Gas kontrolliert abgelassen. Außerdem sorgen andere Ventile dafür, dass die Gaszufuhr sofort unterbrochen wird, fall es zu Störungen kommen sollte. Autogas (LPG) ist zudem wesentlich klopffester als Benzinkraftstoffe, denn die Oktanzahl liegt je nach Gemisch bei etwa 104 – 111 Oktan. Die Vorteile von Autogas liegen auf der Hand, doch sollte jeder Interessent dieser Alternative sich im Vorfeld auf die genauen technischen Möglichkeiten und Vorraussetzungen am eigenen Fahrzeug erkundigen. Der bivalente Antrieb, das heißt die Möglichkeit sowohl mit Benzin, als auch mit Gas fahren zu können erhöht die Reichweite um nahezu das Doppelte. Die zwei Fahrmodi können bequem während der Fahrt gewechselt werden.
- Mineralölsteuer bis 2018 festgeschrieben
- Autogaspreise zwischen 0,40 € und 0,72 €
- Ständig steigende Anzahl an Tankstellen, derzeit mehr als 6000
- pro Woche eröffnen im Schnitt 3 neue Tankstellen
- Gasanlagen bestehen aus leichten, robusten Materialien
- Geräuschniveau im Vergleich zu Benzinmotoren sinkt
- Schadstoffausstoß (CO2) ca. 10% geringer. Im Vergleich zu Diesel und Erdgas (CNG) ist der CO2 Ausstoß jedoch höher – etwa zwei Prozent im Vergleich zu Diesel und zwölf Prozent im Vergleich zu Erdgas.
- Autogas ist vorteilhaft, wenn es um die Verminderung von Abgasschadstoffen geht die nicht gesetzlich limitiert sind, wie z.B. die schädlichen aromatischen Kohlenwasserstoffe (z.B. Benzol).
- ca. 1200 € bis 2500 €, je nach Zylinderanzahl und Hersteller bzw. Umrüstbetrieb
- Umbaukosten können auf den normalen Preis aufgeschlagen werden
- Motoröl gering belastet
- kaum Ablagerungen im Brennraum
- vorallem in Frankreich, Italien, den Niederlanden und Polen besteht bereits heute ein flächendeckendes Tankstellennetz
- Kraftstoffsteuer (Mineralölsteuer) bis 2018 festgeschrieben
- 2006 Verabschiedung der Neuregelung zur Energiesteuer für Autogas- Nutzer
- neues Energiesteuergesetz löst altes Mineralölsteuergesetz ab
- 1 l Flüssiggas entspricht ca. 0,54 Kilo, d.h. Besteuerung ab 2016 von 21,4 Cent bis dahin liegt Steuersatz pro Liter bei 9,5 Cent
- in Bezug auf neue Kfz-Steuer geringe Auswirkung
- Bei Umrüstung auf Autogas muss zwingend Abgasgutachten beiliegen, was die Werte vor der Umrüstung bestätigt